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[Sehenswertes - Naturdenkmäler:
Ivenacker Eichen ]
Mecklenburg-Vorpommern

Als die Eichen von Ivenack keimten, war dort der slawische Stamm der Wilzen ansässig und betrieb sogenannte Waldweiden; sie schickten also Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde zur Futtersuche in die Wälder. Durch den Verbiss der Weidetiere wurde der Wald licht und nur wenige breitkronige Buchen und Eichen konnten sich entwickeln.

Die heute über 1000-jährigen Eichen entwickelten sich zu mächtigen Baumriesen, die in einem weitläufigen Wildgehege für Damwild stehen. Der größte Baum hat immerhin den stattlichem Umfang von etwa elf Metern. Als kultur- und naturhistorische Besonderheit suchen die Ivenacker Eichen ihresgleichen in Deutschland. Eine Barriere um die Eichen soll helfen, Bodenverdichtungen im Wurzelbereich sowie direkte Trittschäden an den Wurzelanläufen durch Besucher zu vermeiden.

Nach der Reformation gingen die Eichen in das Eigentum des herzoglichen Amtes Ivenack über, das später Rittergut wurde. Damwild wird in Ivenack seit Ende des 17. Jahrhunderts gehalten. Nachdem das Tiergehege 1929 aufgelöst worden war, konnten auch junge Bäume aufwachsen und der Charakter des Hudewaldes ging allmählich verloren.

Seit 1972 schließlich entstand wieder ein mit Damwild besetzter Tiergarten und durch Beseitigen des Jungwuchses wurde den Alteichen wieder Raum zum Wachsen gegeben, die Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren, darunter der Eule, sind.