| Neubrandenburg ist Ausgangspunkt für
erlebnisreiche Ausflüge in die nähere und weitere
Umgebung.
Südlich Neubrandenburgs liegt malerisch eingerahmt
von sieben Hügeln die Kleinstadt Burg
Stargard im Tal des Lindebachs. Empfehlenswert
ist eine Wanderung auf dem Stadtrundweg "Über
sieben Berge", die einen Besuch des
Heimattiergartens, der Heimatstube und der historischen
Burganlage mit einschließt. Einst war Stargard
der politische und strategische Mittelpunkt Ostmecklenburgs.
Herzöge und Heerführer residierten hier. Die
mächtige Backsteinburg, 50 Meter über der
Stadt, ist Zeuge dieser bedeutungsvollen Vergangenheit.
Sie ist die einzige erhaltene Höhenburg Norddeutschlands.
Vielleicht interessiert Sie eine Burgführung oder
ein Besuch des Museums mit seinen ständig wechselnden
Ausstellungen. Auf der romantischen Burg befinden sich
auch eine Gaststätte und das Standesamt. Anspruchsvolle
und unterhaltsame Veranstaltungen vom Konzert über
Theater bis zu Ritterspielen erwarten Sie im Krummen
Haus.
Mit Lift bergauf mit Schwung bergab! Rodelvergnügen
das ganze Jahr über bietet die 720 Meter lange
Sommerrodelbahn.
Etwa 25 Kilometer östlich von Neubrandenburg erreicht
man Woldegk im Grenzbereich
zu Brandenburg, am Fuße des 179 Meter hohen Helpter
Berges. Die heute noch vorhandenen fünf Windmühlen
werden als technisches Denkmal, Museum, Café,
Wohnhaus und Töpferei genutzt. Der Pfauenhof Canzow bei Woldegk
lädt zum Schauen und Kaufen ein.
Die Kleinstadt Penzlin
befindet sich ca. 15 Kilometer westlich Neubrandenburgs.
Dort ist mecklenburgische Kleinstadtatmosphäre,
gepaart mit mittelalterlichem Flair, zu finden. Die
Burg Penzlin wurde im 16. Jahrhundert zum Rittersitz
umgebaut. Bei einem Besuch auf dieser Burg können
Sie schaurige Geschichten über Magie und Hexenwahn
hautnah erleben.
Als einmalig in Europa gelten die mystischen Hexenverliese
und Folternischen im Burgkeller. Das sind unterirdische
Verliese, deren Geschichte eng mit den Hexenverfolgungen
des 16. und 17. Jahrhunderts verbunden ist.
Etwas abseits von der B 192 in schöner Endmoränenlandschaft
liegt die Ortschaft Passentin.
Hier ist in den vergangenen Jahren ein wehrhaftes Slawendorf aufgebaut
worden. Die Besucher haben die Möglichkeit, Arbeits-
und Lebensbedingungen unserer Vorfahren hautnah zu erleben
und auch selbst auszuprobieren. Angeboten werden historische
Spiele sowie Handwerke wie Spinnen, Weben, Filzen, Flechten,
Schmieden u. v. a. m. In den nach historischen Vorlagen errichteten Häusern können
Sie auch übernachten.
Deshalb ist das Dorf als Lehr- und Erlebnisort besonders
für Kinder- und Jugendgruppen sehr interessant.
In Ankershagen
können Sie das Heinrich-Schliemann-Museum besuchen.
Es wurde im Jahre 1980 auf Initiative von Bürgern
des Kreises Waren mit Unterstützung der Evangelisch-Lutherischen
Landeskirche eingerichtet. In der Gedenkstätte
wird der Besucher mit dem Leben und Wirken des Ausgräbers
bekannt gemacht.
Hier befinden sich Originalfundstücke aus Troja
(Keramikgefäße und Bronzefunde), Nachbildungen
des Kleinen Diadems aus dem "Schatz des Priamos",
goldene Grabbeigaben aus Mykene sowie Fotos und Dokumente
über Schliemanns Kindheit und Jugend in Mecklenburg.
1733 als Residenz der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz
am Ufer des Zierker Sees gegründet, bietet die
Stadt Neustrelitz viel
Sehenswertes aus Kultur und Geschichte. Hierzu zählen
vor allem der Schlossgarten mit der Götterallee,
der Hebetempel, die Gedächtnishalle für die
preußische Königin Louise, der Marstall und
die Schlosskirche. Ein liebevoll gestalteter Tiergarten
zieht jährlich viele Besucher an. Im Landestheater
werden Schauspiel, Kabarett, Oper, Operette, Musical,
Kinderstücke und unterhaltsame Kleinprogramme angeboten.
Das Theater kann auf eine mehr als 250-jährige
Geschichte zurückblicken, ist durch die Nähe
des Neustrelitzer Schlossparks wunderbar gelegen und
als Mehrspartenhaus im Umkreis von 100 Kilometer das
Einzige.
Eine Eiszeitroute verbindet verschieden Aktionszentren
des ca. 5.000 km² großen "Geoparks
Mecklenburgische Eiszeitlandschaft".
Auf unterschiedliche Art und Weise werden Zeugnisse des
letzten Eiszeitalters wie Landschaftselemente,
Findlinge, Fossilien, typische Gesteinsaufschlüsse u.
a. für jedermann erlebbar gemacht. Eines dieser
Aktionszentren bildet der in der Hintersten Mühle
Neubrandenburg gelegene und mit 125 Jahren älteste
Kiessandtagebau Mecklenburg-Vorpommerns sowie der
angrenzende Findlingsgarten.
Schloß
Puchow
Das barocke Bauwerk wurde 1910 erbaut und wird derzeit aufwendig
restauriert.
Ruine
Johanniter Komturei in Klein Nemerow
Ende des 13. Jahrhunderts im Jahre 1298
entstand die Johanniter-Komturei Nemerow. Aus dem
Mittelalter stammt nur noch die Ruine der alten Scheune.
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