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Unweit des Bahnhofes blickt ein altehrwürdiger
Herr von einem 2 Meter hohen Granitsockel auf
das rege Treiben um ihn herum. Wir stehen vor
dem Fritz-Reuter-Denkmal,
welches hier zu Ehren des großen niederdeutschen
Dichters, der von 1856 bis 1863 in Neubrandenburg
lebte, errichtet wurde. Der in Stavenhagen geborene
Dichter fühlte sich mit seinem Neubrandenburg
wie mit keiner anderen Stadt verbunden und seine
Neubrandenburger dankten es ihm, indem sie in
einer Spendenaktion 32.000 Mark aufbrachten und
1893 dieses Denkmal erbauen ließen. Fritz
Reuter wirkte als Lehrer und hatte seine literarisch
schaffensreichsten Jahre hier in Neubrandenburg.
Er schrieb u. a. "Kein Hüsung",
seine wohl sozial kritischste Arbeit.
Gegenüber des Fritz-Reuter-Denkmals in der
Stargarder Straße steht der Mudder-Schulten-Brunnen.
Der Bildhauer Wilhelm Jäger schuf 1923 die
Figurengruppe aus einem 250 Zentner schweren Muschelkalkblock.
Auf dem Brunnen wurde eine Szene aus der Humoreske
"Dörchläuchting" von Fritz
Reuter nachgestaltet. Die Bäckersfrau Mudder
Schulten fordert Dörchläuchting (Adolf
Friedrich IV., Herzog von Mecklenburg-Strelitz)
auf, die Rechnung für gelieferte Backwaren
zu bezahlen.
Fritz Reuter hat diese (erfundene) Geschichte
in seinem Roman "Dörchläuchting"
geschildert.
Wenn man aus Richtung Westen in die Stadt kommt,
fällt bei der Auffahrt auf den Stadtring
linkerhand ein massiges, efeubewachsenes Backsteingebäude
ins Auge. Es ist die Vierrademühle,
deren erste urkundliche Erwähnung in das
Jahr 1271 fällt. Auch die Mühle hat
eine bewegte Geschichte hinter sich. Sie gelangte
in herzogliche Hände, teilweise in den Besitz
des Prämonstratenserklosters Broda und wurde
Eigentum der Stadt. Im 30-jährigen Krieg
gelang es den kaiserlichen Truppen nicht, diese
Mühle zu zerstören.
In dem heute unter Denkmalschutz stehenden Bauwerk
soll ein vielseitiger Erlebnisbereich entstehen,
der historische Produktionsanlagen, Gastronomie
und Kultur der Öffentlichkeit präsentieren
wird.
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