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Schweriner Fernsehturm

Historie  
Für die Errichtung der Richtfunknetze und für das zweite Fernsehprogramm der DDR wurden in den Jahren 1960 bis 1965 mehrere Funktürme aufgebaut.

In Schwerin/ Zippendorf wurde 1957 mit dem Bau der Funksendestelle begonnen.
Es entstanden der 273 m hohe Stahlrohrmast, die Technik und Verwaltungsgebäude.
Der Funkbetrieb wurde 1964 aufgenommen.

Ab 01. Juli 1964 wurde vom damaligen Betreiber (HO-Gaststätten) das Café und die Aussichtsplattform eröffnet.
Bei der Übergabe wurde das Café als "Perle der Gastronomie" bezeichnet.
Auf dem Turm war zu dieser Zeit noch ein 32 m hoher Stahlgittermast als Antennenträger für die Band IV Sendeantenne aufgestellt. Dieser wurde 1971 durch einen GFP- (Glas-Faser-Polyester) Zylinder ersetzt.

Der Name "Fernsehturm" entstand nicht nur aus dem Fernseh-Sendebetrieb, vielmehr aus der Fernsicht über die Schweriner Seen und die Landschaft um den Turm.
Betreiber der Technik war das Funkamt Schwerin der Deutschen Post.
Nach der Wiedervereinigung wurde der Funkbetrieb durch die Deutsche Bundespost weitergeführt. Mit der Auflösung der HO wurde das Café 1991 geschlossen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt entsprachen die Anforderungen an die Technik und dem baulichen Zustand der Gebäude nicht mehr den derzeitigen Forderungen.

In den letzten 10 Jahren wurden durch die Deutsche Telekom mit der DeTe Immobilien umfangreiche Umbau- und Sanierungs- arbeiten durchgeführt.
Der Funkbetrieb konnte während der Bauarbeiten nicht eingeschränkt werden. Der hohe Bedarf an Kommunikationstechnik zum Aufbau der Wirtschaft im Beitrittsgebiet hatte Vorrang vor der Wiedereröffnung des Cafés.
   
Nur der Stahlrohrsendemast (273 m) überragt den Fernsehturm
Da elektromagnetische Wellen als Signalträger nicht der Erdkrümmung folgen ist für einen störungsfreien Richtfunkbetrieb ungehinderter Sichtkontakt zwischen den Antennen erforderlich, daraus ergibt sich die Forderung an die Höhe der Antennenträger. Bei der Errichtung des Fernsehturmes war für die Abstrahlung des Fernsehprogramms eine Fernsehantenne an den Mast des Turmes installiert. Die Sendetechnik war in den Etagen unter dem Café untergebracht. Die Abstrahlung der Fernseh- und Hörfunkprogramme erfolgt zur Zeit nur von den Antennen am Stahlrohrmast.
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