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Willkommen in Rostock/Warnemünde
 

Das an der Mündung der Warnow gelegene ehemalige Fischerdorf entstand um 1200  und gehörte bereits seit 1323 als Ortsteil zu Rostock. Die reiche Hansestadt wollte sich mit dem Kauf des Ortes den dauerhaften Meereszugang sichern – lebte man doch in erster Linie vom Handel. Begünstigt wurde das Geschäft übrigens durch den chronischen Geldmangel der jeweiligen Landesfürsten.
  

 
   
 
 
 
 
Nach Verlanden einiger Dünendurchbrüche zwischen Ostsee und Breitling war zwischen 1421 und 1903 der „Alte Strom“ die einzige Schiffsverbindung nach Rostock. An ihm liegen die beiden Häuserzeilen Vörreeg und Achtereeg. Die Übersetzungen "Vorderreihe" und "Hinterreihe" zeugen von bereits früh vorhandener sprachlicher Präzision und übersichtlicher Reduzierung auf wesentliche Zusammenhänge. Beide Häuserzeilen bilden gemeinsam den ursprünglichen Ort.
 
Der bekannteste Warnemünder ist Lotsenkommandeur Stephan Jantzen. Er lebte zwischen 1824-1913, unternahm mehrere Weltumseglungen und entkam dabei verschiedenen Schiffskatastrophen. Sein Amt hatte er über vier Jahrzehnte inne und rettete in dieser Zeit das Leben von insgesamt 80 Sturmopfern.
 
Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Warnemünde auch als Ausflugsziel beliebt, einige Zeit später wurde der Ort im Zuge der damaligen neuen Gesundheitsbewegung und der mit ihr verbundenen Entwicklung im Fremdenverkehr zum Seebad.
 
Warnemünde war auch Fliegerort. Nach dem Aufkommen von Flugzeugen kam man schnell zur Entwicklung von Flugbooten. Der flache Breitling war als Start- und Landeplatz wegen seiner geringen Wassertiefe wie geschaffen.  So legte man 1913 einen Land- und Wasserflugplatz an – eine Fluglinie Berlin-Warnemünde wurde 1919 eröffnet. Die Luftfahrtgeschichte Warnemündes währte dreißig Jahre, in dieser Zeit war der Ortsteil durch den Flugzeugbau bedeutender Industriestandort. Die bestehenden Anlagen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Rote Armee beschlagnahmt und schließlich demontiert.
 
Seit 1992 besteht in Warnemünde das Institut für Ostseeforschung. Es ist unter anderem mit der Überwachung der Meeresumwelt der Ostsee beauftragt und steht in der Tradition des Instituts für Meereskunde, einer Einrichtung der Akademie der Wissenschaften der DDR.
 
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