Am rechten Warnowufer existierte im 12. Jahrhundert zunächst eine slawische Fürstenburg, das Gebiet wurde „Wendische Wik“ genannt.
Die ursprüngliche Slawensiedlung trug den Namen Roztoc – der Begriff bezeichnet übersetzt „Auseinanderfließen eines Stromes“. Im Jahr 1160 wurde sie im Kampf um die Vorherrschaft an der Ostsee durch ein feindliches dänisches Heer unter Waldemar I. zerstört.
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Ab etwa 1200 entwickelte sich an der gegenüberliegenden Seite des Flusses eine neue Siedlung gleichen Namens. Diese gewann rasch an Bedeutung und bildet den Ausgangspunkt des heutigen Rostocks. Der Ort erhielt bereits kurz darauf – im Jahr 1218 – durch Fürst Heinrich Borwin I. lübisches Stadtrecht.
Bereits 1232 musste aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums eine zweite Siedlung angelegt werden. Diese entstand westlich der ersten, hier errichtete man nach der bereits bestehenden Petrikirche die Marienkirche. Die nächste Stadterweiterung erfolgte zunächst nach Westen um die Jakobikirche und später auch südlich der ursprünglichen Altstadt – dort entstand um 1250 die Nikolaikirche.
Die Siedlungen waren zunächst eigenständige Neugründungen und vereinigten sich 1252 zur Gesamtstadt.
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Begünstigt war Rostock durch seinen sicheren Hafen, der 12 km landeinwärts an der Unterwarnow lag. Bereits 1265 erreichte die Stadt mit Vollendung der Stadtbefestigung ihre zunächst größte territoriale Ausdehnung, die jahrhundertelangen Bestand haben sollte.
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Rostock war als eines der führenden Mitglieder der Hanse größer als Hamburg und folgte bezüglich seiner Vormachtstellung an zweiter Stelle nach Lübeck. Die Bürger der Stadt lebten vom Handel, weniger vom Verkauf eigener Produkte. Um sich einen dauerhaften Zugang zur Ostsee zu sichern, erwarb die Stadt 1323 den Ort Warnemünde, der auf diese Weise früh zum Stadtteil Rostocks wurde. Möglich war das infolge des chronischen Geldmangels der jeweiligen Landesfürsten.
Mit der Gründung der ersten Universität im nordeuropäischen Raum im Jahre 1419 steigt die Bedeutung der Stadt erheblich. Durch den Niedergang der Hanse verlangsamte sich ihre Entwicklung jedoch, der Dreißigjährige Krieg tat in seiner Wirkung ein Übriges.
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Neuen Aufschwung brachte die Industrialisierung Rostocks zwischen 1920 und 1930. Die Stadt wurde zum wichtigsten Industriestandort Mecklenburgs. Im Zuge dieser Entwicklung und der Eingemeindung einiger benachbarter Orte erreichte man 1935 eine Einwohnerzahl von 100.000 – Rostock ist fortan Großstadt.
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Im zweiten Weltkrieg schließlich wurden leider große Teile der Innenstadt zerstört. In der Zeit danach avancierte die Stadt zum „ Tor zur Welt“ für die DDR, wurde der wichtigste Standort für Schiffbau, Hochseefischerei und Hafenwirtschaft. Der Seehafen wird weiter nördlich zum Breitling verlegt. Diese neuerliche Blüte brachte unweigerlich die Ansiedlung weiterer Wohnbevölkerung mit sich. So entstanden beiderseits der Warnow sieben weitere Stadtteile – nun im Stil des Plattenbaus.
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Der berühmteste Rostocker ist übrigens der Mecklenburger Feldherr Gebhard Leberecht von Blücher. Der auch als „Marschall Vorwärts“ bekannte Generalfeldmarschall lebte zwischen 1742-1819 und besiegte mehrfach napoleonische Truppen. Unter anderem gehören die siegreiche Schlacht an der Katzbach und die bei Waterloo zu Blüchers Verdiensten.
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