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Geschichte der Stadt Güstrow |
| Wie viele andere Städte Norddeutschlands entstand auch Güstrow in der Zeit der großen mittelalterlichen Stadtgründungen und findet 1228 erste urkundliche Erwähnung. Wirtschaftliche Erwägungen waren auch in diesem Fall von Bedeutung, liegt die Stadt doch an einer Reihe wichtiger alter Handelsstraßen, beispielweise Lübeck – Rostock und Parchim – Magdeburg. Der Ortsname soll sich von Guscerov herleiten, was übersetzt "Eidechsenort" bedeutet. |
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Die bereits früh bestehende Burg war Sitz der
jeweiligen Herrscher, die Stadt fiel dann 1436 an den Herzog von
Schwerin. Entsprechend ihrer Lage
war sie wichtiger Handelsplatz und natürlich auch befestigt. Im Jahr 1556 übernahm Herzog Ulrich die Regierung Mecklenburgs, infolge dessen Güstrow baulichen Aufschwung erlebte, weil der Herzog die Burg zu seiner Residenz machte. Nachdem 1557 der Südflügel abbrannte, entschloss sich der Herzog nach einer Wiederherrichtung zu einem kompletten Neubau und schuf damit die größte Baustelle Mecklenburgs. |
| Weil man schon einmal dabei war, wurde der Domgleich mit umgestaltet und als Hofkirche hergerichtet. Bereits
1565 war das neue Renaissanceschloss
so gut wie fertig. |
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| Mit dem Aussterben des Güstrower Zweiges der herzoglichen Familie 1695 blieb das Schloss ohne dauerhafte Nutzung und war fortan ständig vom Verfall bedroht. Um 1800 herum gelangte Güstrow durch wirtschaftlichen Aufschwung zu neuer Blüte. Gelobt wird von Zeitgenossen die Vielfalt des kulturellen Lebens. Verschiedene Gebäude wie Theater oder Rathaus wurden neu errichtet. Zu dieser Zeit lebte in der Stadt auch Georg-Friedrich Kersting, der wie Caspar David Friedrich in Kopenhagen Kunst studierte und später zu dessen Kreis in Dresden zählte. Güstrow gilt bei vielen Besuchern als Stadt der Kunst. Von 1910 lebt hier bis zu seinem Tod 1938 der Bildhauer und Dramatiker Ernst Barlach, dessen Werke seitens der Nationalsozialisten als „entartet“ galten. |
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