| Der
mächtige Eindruck wird durch den Zusammenklang von Langschiff und Turm
vermittelt. Das gesamte Bauwerk erstreckt sich über
70 Meter, der
Westturm ist 44 Meter hoch. Dieser ist breiter als das Mittelschiff
mit kleinen Querhäusern an der Nordseite.1568 wurde der Dom
evangelische Hofkirche und bis 1695 Grablege für das Güstrower
Fürstenhaus. |
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Letzte
Renovierungsmaßnahmen im Zeichen der Neugotik vollzogen sich von 1865
bis 1868. Das Triumphkreuz aus der niederdeutschen Schule kam
1370 in den Dom. Die Freuden Marias und die Leiden Christi sind im Altarraum
am Levitenstuhl in Form von Schnitzereien aus gotischer Zeit
dargestellt. Der spätgotische
Flügelaltar bereicherte den Dom um 1500. Im Mittelteil der
goldenen Seite ist die Kreuzigung mit 32 Heiligen abgebildet. Nach
der Passionszeit ist auf 16 Tafelbildern der Leidensweg Jesu
dargestellt. |
| Beginnend
mit der Einsetzung des Abendmahls, über Kreuzigung, Auferstehung
Himmelfahrt bis hin zur Ausgießung des Heiligen Geistes. Aus der
Werkstatt des Niederländers Philipp Brandin, welcher ebenfalls am Bau
des Schlosses in Güstrow beteiligt war, stammen die Wandgräber
aus der Renaissance im Altarraum. |
| Die
Ehre gilt dem Stifter Heinrich Borwin II., Dorothea und Herzog Ulrich,
der Erbauer des Schlosses, mit seinen beiden Gemahlinnen Elisabeth von
Dänemark und Anna von Pommern. Europäische Kunst aus der Renaissance
lässt sich an der Taufe, der Tumba und der Kanzel
erkennen. Um 1530 hat der Lübecker Meister, Claus Berg, die 12
Apostelfiguren erschaffen. Sie befinden sich im Mittelschiff
der Arkaden. Das von Philipp Dieussart gefertigte Grabmahl des
geheimen Rats von Passow aus weißem und schwarzen Marmor stammt aus der
Zeit des Barock. |