Es war einmal – nein, kein Prinz und keine Hexe –, sondern ein Stück
Holz. Aber natürlich war es ein besonderes Stück Holz. Der alte Geppetto schnitzte daraus eine kleine Puppe, die über Nacht lebendig wurde, die sich
bewegen und sprechen konnte, fast wie ein richtiger Junge. Doch nur fast, denn gerade
vom Weg dahin, ein richtiger Junge zu werden, erzählen Pinocchios Abenteuer.
Immer wieder wird die freche Holzpuppe von diesem Weg abgelenkt, sei es durch Fuchs
und Katze, die ihm sein Geld stehlen, durch das lustige Puppentheater, in dem er fast
verbrennt, oder durch das verführerische Spieleland, das Kinder zu Eseln macht.
Weil Pinocchio dabei so lange von zuhause wegbleibt, macht sich der besorgte Geppetto
auf die Suche nach ihm und wird dabei von einem Wal verschlungen. Durch einen Zufall
findet Pinocchio ihn dort, doch wie sollen sie gemeinsam aus dem Bauch des riesigen
Wals herauskommen?
Schon als Carlo Collodi 1880 begann, die Geschichten um die
Holzpuppe Pinocchio in einer damals neu gegründeten Kinderzeitschrift zu
veröffentlichen, waren sie ein Riesenerfolg. Und bis heute haben diese
phantasievollen Geschichten um ein Kind, das einerseits erwachsen werden, aber
andererseits die dazugehörigen Regeln nicht einhalten will, nichts von ihrem
Zauber verloren. Dabei sind Pinocchios Abenteuer für die kleinen Zuschauer
nicht nur spannend und lustig, sondern auch lehrreich ohne den berühmten
„Zeigefinger“. Und für die großen sind sie eine schöne
Erinnerung an die eigene Kindheit. |